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Die Bekanntschaft mit Francis entstand durch die Beschäftigung mit Wokbrennern. Als das erste Modell entwickelt, CE-geprüft, eine Firma gegründet und das Ding tatsächlich verkauft wurde, brauchte es Zubehör. Und das gab es damals in einem von Van Hois fünf Asia Märkten in München.

Das liegt gut 7 Jahre zurück, dennoch wusste ich über den Menschen Francis Van Hoi bis vor etwa eineinhalb Jahren fast nichts. Bis er mich dann fragte, ob ich ihm bei seinen Projekten helfen könne. Und so hat sich nach und nach die teilweise dramatische Geschichte dieses ersten Vietnamesen in Bayern offenbart. Eines umfassend gebildeten und informierten Menschen, der ein fesselnder und humorvoller Erzähler ist und der nun mit einer beeindruckenden Konsequenz seiner selbstgewählten moralischen Verpflichtung folgt.

Einsatz für behinderte Straßenkinder in Nordvietnam

Francis sagt, dass er in seinem Leben immer sehr viel Glück gehabt hat. Und dass er jetzt dieses Glück zurückgeben will. Ihm ging es in Deutschland immer gut. Er war in Deutschland mit seiner Familie glücklich. Seine Kinder sind jetzt erwachsen. Für all das ist er dankbar. Und möchte das Gute, das ihm widerfahren ist, zurückgeben.

Für den letzten Abschnitt seines Lebens ging er im November 2010 zurück nach Vietnam. Dort kümmert er seitdem sich um Agent-Orange-Opfer. Vietnam ist weltweit das Land mit dem höchsten prozentualen Anteil von Behinderten. Immer noch sind viele Kinder zum Teil schwerst durch dieses hinterhältige Gift Agent Orange beschädigt und behindert. Intelligent und einfallsreich wie er ist, hat er es - neben etlichen anderen Projekten - fertig gebracht, innerhalb des letzten Jahres das größte Berufsbildungszentrum für diese Kinder in Nordvietnam zu bauen. 

Aktuelle Informationen finden sich in diesem Blog unter "Notizen aus Vietnam".

Der erste Vietnamese in Bayern

Francis Van Hoi musste sein Studium durch den Krieg in seiner Heimat abbrechen. In Nordvietnam geboren, übersiedelte er zusammen mit seiner Familie 1954, unmittelbar nach der Teilung des Landes, nach Südvietnam und bekam dort später Krieg und Agent-Orange-Einsätze hautnah mit. 1976 entschloss er sich wegen der aufkommenden Repressalien und der Verschlechterung der Lebensbedingungen durch die kommunistische Herrschaft zur Flucht. Es gelang ihm nach Thailand zu fliehen und von dort aus in Deutschland Asyl zu beantragen. Anders als seine Landsleute faszinierte ihn das Land, das ebenfalls eine Teilung in eine kommunistische und eine westliche Hälfte durchmachte mehr als ihm Angst zu machen. Nach 9 Monaten Wartezeit in Thailand erhielt Van Hoi Ende 1976 die Einreiseerlaubnis nach Deutschland und ist damit amtlich belegt der erste Vietnamese, der in Bayern eine - letztendlich dauerhafte - Aufnahme fand.

Als einige Jahre später die große Zahl der Boat-People nach Deutschland kam, organisierte Francis Van Hoi im Auftrag des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes die Betreuung und Eingliederung der vietnamesischen Flüchtlinge in München. Noch heute ist er mit nahezu allen seiner Landsleute in dieser Stadt eng verbunden.

Erfolgreich mit Gastronomie und Lebenmittelimport und -export

Über eine Ausbildung zum Koch und Gastronomen und Anstellungen als Sous Chef und Betriebsleiter führten seine Wege schliesslich 1989 in die Selbständigkeit. Van Hoi machte sich - wiederum als einer der ersten - mit dem Import und Export asiatischer Lebensmittel selbstständig und eröffnete eine Reihe von Asia-Lebensmittel-Läden in München.

Gründung eines Bildungszentrums

Da Francis Van Hoi in seiner Kindheit und Jugend 12 Jahre lange eine Ordensschule der Salesianer Don Boscos besuchte - und beinahe Ordensbruder geworden wäre - ist er mit mit diesen Menschen nach wie vor eng verbunden. Angeregt durch deren Berichte, gründete er 1995 mit eigenen Mitteln ein Berufsbildungszentrum für Jugendliche in Südvietnam, das heute auf mehr als 100 erfolgreiche Absolventen zurückblicken kann.